Der vergessene aktive Schallschutz
Fluglärm über Nauheim und Königstädten

Petition an den Deutschen Bundestag:

 

01. Juni 2019

 

Petitionsbegehren: Aktiver Schallschutz

Pet 1-19-12-962-008102

 

Aktiver Schallschutz

… wurde erstmalig an deutschen Flughäfen mit sogenannten Radarführungsstrecken Mitte der 1960er Jahre zum Einsatz gebracht. Umsichtig positionierte Bodennavigationsanlagen (Funkfeuer) ermöglichten gebündelte Abflugverfahren-abseits-von-Siedlungen*) Entsprechende Radarführungsstrecken-über-Grund liefern den Primärschutz und damit die Lärmachsen zur Berechnung von Linien-gleicher-Lautstärke (Isophonen-Kennfelder) für Lärmschutzbereiche sowie der verschiedenen Schutzzonen (2x Tag, 1x Nacht) und damit die Vorgaben für das Regelwerk des Passiven Schallschutzes.

 

*) Zur Sachlage „Lärmschutzbereichsverordnung“:

Mit Inkrafttreten des Fluglärmschutzgesetzes wurde Aktiver Schallschutz im März 1971 an deutschen Flughäfen zwar praktisch eingeführt, aber im Gesetzestext zur Lärmschutzbereichsverordnung nicht als Schutzziel definiert!

 

Das Petitionsbegehren:

Zur Klarstellung des geforderten Schutzzieles „Aktiver Schallschutz“ möge der Deutsche Bundestag im Rahmen seiner Novellierung eine Klarstellung im betroffenen Gesetzestext zufügen und beschließen.

Die ‚Zufügung‘ (kursiv):

  • FluglärmSchG § 4 (2): Die Festsetzung des Lärmschutzbereichs erfolgt durch Rechtsverordnung der    Landesregierung ‚unter Berücksichtigung des Aktiven Schallschutzes im urbanen Umfeld des Flugplatzes‘. Karten und Pläne, die Bestandteil der Rechtsverordnung sind, können dadurch verkündet     werden, dass sie bei einer Amtsstelle zu jedermanns Einsicht archivmäßig gesichert niedergelegt werden. In der Rechtsverordnung ist darauf hinzuweisen“.

 

Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm,

§ 4 Festsetzung von Lärmschutzbereichen:

https://www.gesetze-im-internet.de/flul_rmg/__4.html

 

……………………………

 

Archiv:

 

Petition, Homepageseite vom 30.09.2018