Der vergessene aktive Schallschutz
Fluglärm über Nauheim und Königstädten


Präsentation


Aktiver Schallschutz am Frankfurter Verkehrsflughafen:

Entwicklung – Einführung und Liquidation – Petition – Fakten …


 Als „Filet-Stück“ des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm stellte sich das in den 1960er Jahren am Frankfurter Flughafen – ursprünglich als dringende Problemlösung ohne gesetzliche Definition – entwickelte System lärmarmer Radar-Abflugverfahren am Frankfurter Flughafen heraus, der sogenannte aktive Schallschutz. An entsprechenden Abflugverfahren über Grund richtete sich später das nachgeschaltete Regelwerk des sogenannten passiven Schallschutzes aus.



Chart             Inhalt

1                   Rückblick: Geschichtliche Entwicklung 1945 – 1965

2                     Ausblick: Aktiven Schallschutz diametralen Interessen opfern?

3                    Südumfliegung vor 55 Jahren

4                     Radar-Abflugverfahren abseits von Siedlungen

                    Vermeidbarer Fluglärm ist geregelte Verbindlichkeit

                    Vermeidbarer Fluglärm: 2011 willkürlich gecancelt

                   Respektloses Evaluieren vor Parlamentariern

                    Geschichtsresistentes Evaluieren für die Bundesregierung

                    Petition aktiver Schallschutz

10                   Lärmpolitik anstelle von Lärmschutz


 

 

Chart 1

Rückblick: Geschichtliche Entwicklung des aktiven Schallschutzes

Der Schutz vor vermeidbarem Fluglärm am Frankfurter Flughafen veranlasste in den 1960er Jahren eine Arbeitsgruppe – ein Zusammenschluss von Behörden, autorisierten Interessengruppen des öffentlichen Lebens und der damals präsenten US-Air-Force – das Einrichten von verbesserten An- und Abflugverfahren.

Chart 2

Ausblick: Wird primärer Fluglärmschutz diametralen Interessen geopfert?

Nach über fünfzig Jahren, zunächst stetig wachsenden Flugbewegungen bis 2007 (mit 492.569 Flugbewegungen pro Jahr in den folgenden 10 Jahren unerreicht[!]) soll nach Jahren der Stagnation das neue Geschäftsmodell der ‚Mehrfachumläufer-Kurzstrecken-Billigflieger‘ ab 2017 einen signifikanten „Verkehrsknick nach oben“ einbringen… aber im urbanen Umfeld am Frankfurter Flughafen würde vermeidbarer Fluglärm nicht mehr gehalten werden können: 

Als Konsequenz soll – wie geschehen – aktiver Schallschutz durch eine ‚Lärmkontingent-Regel‘ per übergeordnetem Bundesgesetz ersetzt werden. Als sogenannte ‚Lärmobergrenze‘ hat die Landeslegislative eine entsprechende Umstellung für den Frankfurter Flughafen seit 2017 bereits „als gültig erklärt“.

Chart 3

Südumfliegung vor 55 Jahren

Wie Zeitzeugen aus den 1960er Jahren vom Frankfurter Flughafen berichten, waren es Militärmaschinen der US-Air-Force, die u. a. mit frenetisch lauten Startgeräuschen in den Nachkriegsjahren per Radar-Standard-Ausrüstung bei Westlage

Chart 4

Radar-Abflugverfahren abseits von Siedlungen am Frankfurter Flughafen

spursicheren Höhengewinn in der ersten Steigphase über Wald- und Wiesengebiete erreichten.

Chart 5

Frankfurt 1984: Vermeidbarer Fluglärm ist etablierte Verbindlichkeit

Dreizehn Jahre nach Inkrafttreten von gesetzlichen Lärmschutzbereichen setzte die Landes-Legislative das Prinzip von vermeidbarem Fluglärm am Frankfurter Flughafen fort anlässlich der Startbahn-18-West-Inbetriebnahme im Jahr 1984

Chart 6

Flughafen Ffm. 2011: Vermeidbarer Fluglärm wurde gecancelt

um nach weiteren siebenundzwanzig Jahren anlässlich der Landebahn-Nord-West-Inbetriebnahme den aktiven Schallschutz im Südwesten am Flughafen wieder rückgängig zu machenein Rückschritt unter Beteiligung einer Arbeitsgruppe mit übereinstimmender Besetzung zu den 1960er Jahren… inzwischen allerdings ohne US-Air-Force-Beteiligung …

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Evaluationen für den Deutschen Bundestag:


Zur 2. Novellierung des Gesetzes-zum-Schutz-gegen-Fluglärm wurden Evaluationen und Empfehlungen von autorisierten Nichtregierungs-Organisationen sowie Bundesfachbehörden im Deutschen Bundestag eingebracht:

Chart 7

Respektloses Evaluieren vor Parlamentariern

Nichtregierungsorganisationen evaluieren, dass es durch das Fluglärmschutzgesetz nicht leiser würde‘… und es ‚keine Definition des Vorranges von aktivem vor passivem Schallschutz beim Fluglärm gäbe‘…

Evaluationen von NROs verschweigen die Entwicklung vermeidbaren Fluglärms am Frankfurter Flughafen und reguläre lärmarme Abflugverfahren in Frankfurt ... den „aktiven Schallschutz“ nach heutiger Sprachregelung.

Chart 8

Geschichtsresistentes Evaluieren für die Bundesregierung

Die zuständige Bundesbehörde validiert in einem ersten-Bericht-für-die-Bundesregierung unter Punkt „7.9 Aktiver Schallschutz“:

„…dass aktiver Schallschutz bei der Bekämpfung von Fluglärm wirksamer ist als passiver Schallschutz“… „beim aktiven Lärmschutz… insgesamt beachtliche Fortschritte erreicht worden sind“....

Stellungnahme: Ein aussageleerer „Bedeutungsmix" aus passivem und aktivem Schallschutz/ Lärmschutz geht am Thema aktiver Schallschutz an/um Flughäfen in unglaublich respektloser Weise vorbei.

Chart 9

Petition aktiver Schallschutz

Mit Petition 1-19-12-962-008102 wird der Bestand regulärer lärmarmer Abflugverfahren am Frankfurter Flughafen und bundesweit als verpflichtende Klarstellung in Lärmschutzbereichen begehrt.

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Frankfurter Flughafen, Fakten:

 Chart 10

Lärmpolitik anstelle von Lärmschutz

Lärmarme Radar-Abflugstrecken wurden ca. 55 Jahre nach deren Inbetriebnahme zur gesteigerten Lärmbelastung der Flughafen-Anrainer nach Westen verschoben.