Der vergessene aktive Schallschutz
Fluglärm über Nauheim und Königstädten

Fraport-Flughafenerweiterung einbremsen?

 

Mit Blick auf die Inbetriebnahme eines dritten Passagier-Terminals im Süden des Frankfurter Flughafens und dem damit verbundenen Anstieg des Flugverkehrs wird die DFS einen Probebetrieb zur optimierten Nutzung der Start und Landebahnen am Frankfurter Flughafen Anfang 2020 testen.

Anlässlich dieser Ankündigung wird hiermit daran erinnert, dass es seit 2005 (490.147 Flugbewegungen/Jahr) bis 2017 (475.537/Jahr) mit den Flugbewegungen bei Fraport stagnierte! Ausgerechnet jetzt, auf der Schwelle eines neuen Klimaschutzgesetzes mit CO2-Einsparungsvorgaben, soll das seit Beginn des Raumordnungsverfahrens vor 20 Jahren umstrittene Erweiterungsprojekt auf 701.000 Flugbewegungen/Jahr hochgefahren werden.

 

Faktenlage vor dem Probebetrieb:

 

Fraport-Flughafenerweiterung einbremsen?

 

Fluglärm-Rhein-Main: Eine hessische Allianz von

Legislative + Administrative + Gesellschafter-Eigeninteressen

hat für die Region um den Flughafen folgendes Zwischenergebnis:

 

„Durch Tieferlegen von Anflugverfahren und Canceln des sog. aktiven Schallschutzes wurde im Herbst 2011 jäh ein Fluglärmteppich über das Rhein-Main-Gebiet verbreitet und das, obwohl die Verkehrszahlen am Flughafen 2012 + 2013 sogar zurückgingen(!). Ein zusätzlicher, neuer Flugausgang über lärmgeschütztem Wohngebiet, soll einen Engpass beseitigen, der bei Westlage aus Sicherheitsgründen der Erweiterung im Wege stand“.

Aber jetzt(!) dürfte weitere Verlärmung erst richtig losgehen: Langjährige ~475.000 +/- ~15,000 Flugbewegungen/Jahr, sollen nun auf 701.000/Jahr steigen. Die bekannten Mittel sind:

1.) Mehrfach-Umläufe sogenannter Kurzstrecken-Billigflieger und 2.) ein neues drittes Terminal.

Steigender Flugverkehr wird nicht nur Betroffenheiten in bisherigen Flächen erhöhen, sondern auch Hochbetroffene in neuen Flächen generieren, wie es die planende Fachbehörde, das Regierungspräsidium Darmstadt, im Mai 2014 mit einer Graphik sichtbar machte…

Zur Graphik: Braun hinterlegte Gebiete kennzeichnen neue Flächen mit steigender Fluglärm-Hochbetroffenheit. Beispiele für flughafennahe*) Flächen sowie heftig betroffenen Flughafenfernen sind:

 






















Einbrems-Vorschlag: Flugverkehr-Deckelung durch Reaktivierung von, in Flughafennähe per Lärmschutzbereiche 1971 eingeführte, leisen Abflugverfahren… den aktiven Schallschutz.